Kamel

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Kamele 

 

Beschreibung Kamel

Das einhöckerige Kamel oder Dromedar ist das Lasten- und Reittier der Wüstenbewohner. Wahrscheinlich wird es schon seit 6000 Jahren als Haustier gehalten. Man nennt es auch das "Schiff der Wüste".

Das Tier, das zu den Schwielensohlern gehört, erreicht eine Schulterhöhe von 2,3 Metern und kann Lasten bis zu 8 Zentnern tragen. Neben dem schwer gebauten Lastdromedar gibt es langbeinige Reitdromedare, die am Tag bis zu 140 Kilometer zurücklegen können. Beide Arten haben ein kurzes, zotteliges Fell, das am Rumpf, im Nacken und am Hals etwas länger ist.
Sie ernähren sich von Pflanzen und Kräutern, die es in der Wüste gibt. Bei dieser dürftigen Nahrung kann ein Dromedar auf seinen beschwerlichen Wegstrecken aber nur überleben, weil es in seinem Fetthöcker, den es auf seinem Rücken hat, einen Nahrungsvorrat gebildet hat. Frisst das Tier einige Tage nur sehr, sehr wenig, schrumpft dieser Höcker zusammen. Auch bei größter Hitze kann das Dromedar mehrere Tage, ja sogar Wochen ohne Wasser auskommen. Dafür trinkt es aber bei sich bietender Gelegenheit mehr als 100 Liter auf einmal. Mit dieser aufgenommenen Wassermenge kann es lange auskommen, denn es kann seine Körpertemperatur auf etwa 40 Grad erhöhen. Dadurch schwitzt es nicht und verliert also auch kein Wasser.

Das Dromedar hat gut entwickelte Sinne. Eine Oase kann es schon aus weiter Entfernung wittern. Auch wenn ein Sandsturm naht, bemerkt das Tier es früher als der Mensch und beschleunigt seine Schritte, um eine schützende Stelle zu finden.

Das Dromedar, das genau wie die Giraffe im Passgang geht, hat zweizehige Füße mit einer breiten Auftrittsfläche. So kann es mühelos über den trockenen Wüstensand gehen, ohne darin zu versinken.

Durch eine dicke Hornschicht geschützt, macht auch die große Hitze des Wüstensandes oder das scharfe Gestein von Felsen kein Problem. Zum Ausruhen oder zum Abnehmen der Last kniet das Dromedar nieder. Dabei schiebt es die Beine unter den Körper. Um sich nicht zu verletzen, ist es an der Brustseite und an den Gelenken der Beine ebenfalls mit einer Hornschicht geschützt.

Neben dem Vorteil, als Last- und Reittier zu dienen, gibt es den Menschen auch Milch, Fleisch und Fett. Aus der Haut lassen sich Zelte machen und der getrocknete Kot dient als Brennmaterial.

 

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