Pottwale

Beschreibung Pottwale

Pottwale unterscheiden sich deutlich in der Größe. Während der eigentliche Pottwal 20 Meter Länge und 50 Tonnen Gewicht erreichen kann, werden die Zwergpottwale nur bis zu 3,4 Meter lang und 400 Kilogramm schwer.

Der Pottwal ist ein Säugetier in der Ordnung der Wale. Er ist unter den Zahnwalen der einzige Großwal.

Nächste Verwandte des Pottwals sind die Zwergpottwale, mit denen er die Familie der Pottwale bildet.


Pottwal an der Wasseroberfläche Quelle: Wikipedia

Pottwalmännchen sind größer und schwerer als Weibchen. Große Pottwalbullen erreichen Längen von 18 Metern und Gewichte von 50 Tonnen und sind dadurch die größten bezahnten Tiere der Erde. Einzelne Exemplare scheinen allerdings noch weitaus größer werden zu können, wie einige Artefakte aus der Zeit zeigen, in der Pottwale noch im großen Stil gejagt wurden. Ein Paar über 30 cm lange Zähne etwa, die in der Sammlung des New Bedford Whaling Museum lagern, lassen nach Schätzungen darauf schließen, dass der zugehörige Wal deutlich über 20 Meter lang und über 100 Tonnen schwer gewesen sein dürfte.

Kennzeichnend für die Art ist der enorme, fast quadratische Kopf; der fragil anmutende Unterkiefer ist verglichen mit der Größe des gesamten Schädels sehr schmal und mit teilweise mehr als 20 cm langen Zähnen besetzt. Eine Besonderheit ist, dass beim Pottwal normalerweise nur im Unterkiefer die Zähne durchbrechen, die im Oberkiefer in entsprechende Aushöhlungen einrasten, während die Zähne im Oberkiefer normalerweise unsichtbar bleiben. Damit stellt sich die Frage nach dem Jagd- und Fressverhalten, die bislang nicht geklärt ist. Wie Pottwale ihre Beute genau fangen, ist nach wie vor nicht bekannt, allerdings scheinen ihre Zähne und Kiefer bei der Jagd keine große Rolle zu spielen, denn es wurden schon gut genährte Pottwale gefunden, deren Kiefer völlig deformiert und zum Festhalten von Beutetieren nicht geeignet waren.


Pottwal Quelle: Wikipedia

Wo leben Pottwale?

Der Pottwal kommt in allen Ozeanen vor. Er ist am häufigsten in den Tropen und Subtropen zu finden, manchmal trifft man Pottwale aber selbst noch in den Polargebieten an. Am Freitag dem 13. August 2004 wurde erstmalig ein Pottwal in der Ostsee gesichtet, die für das Überleben des Tieftauchers jedoch viel zu flach sein dürfte.

Pottwale kommen auch im Mittelmeer vor, im Bereich der griechischen Küste am hellenischen Graben in einer Populationsstärke von ca. 200 Tieren.


Flosse vom Pottwal Quelle: Wikipedia

Wie verhalten sich Pottwale?

Tauchtiefen von 350 m werden offenbar regelmäßig überschritten; dabei tauchen Männchen im Schnitt tiefer als Weibchen. Die Dauer eines Tauchgangs kann 20 bis 80 Minuten betragen. Manche Männchen stoßen bis in extreme Tiefen über 1000 m vor; ein Sonar ortete einen Pottwal in 2500 m Tiefe, und es gibt sogar Anzeichen dafür, dass manchmal Tiefen von mehr als 3000 m erreicht werden.

Wie es Pottwalen möglich ist, eine Stunde und mehr ohne Luft zu holen in der Tiefe zu bleiben, ist bisher noch nicht endgültig geklärt. Man weiß, dass sie beim Tauchen ihren Stoffwechsel auf ein Minimum einschränken und lediglich die lebenswichtigsten Organe, also Herz, Gehirn und Rückenmark, durchbluten, und dass sie in ihrem Blut und in ihren Muskeln einen großen Sauerstoffvorrat speichern können. Ihr Blut hat außerdem einen 50 % höheren Hämoglobinanteil als beim Menschen. Während des Tauchvorgangs schlägt ihr Herz nur noch halb so schnell wie an der Oberfläche.

Bezüglich der Fortbewegung werden als Wanderungsgeschwindigkeit bis zu 30 km/h angegeben.


Was essen Pottwale?

Die von Pottwalen erjagte Beute besteht hauptsächlich aus Tintenfischen. Der immer noch geheimnisvolle Riesenkalmar wird regelmäßig im Magen von Pottwalen gefunden; auf den Körpern von Pottwalen findet man außerdem Abdrücke von Saugnäpfen der Riesenkalmare. Hieraus könnte der Schluss gezogen werden, dass Wale und Kalmare einander Kämpfe in der Tiefsee liefern; die genauen Umstände sind jedoch zur Zeit noch völlig unerforscht. Neben Tintenfischen ernähren sich Pottwale zu einem geringen Anteil auch von Fischen, teilweise sogar von größeren Krustentieren. Gerade bei den Bullen scheint Fisch einen größeren Anteil der Nahrung auszumachen, besonders in den nördlicheren Gebieten.


Wal

Wie viele Pottwale gibt es noch?

Aufgrund der Bejagung in der Vergangenheit sind die Bestände immer noch so gering, dass der Pottwal als gefährdet gilt. Schätzungen des Bestandes differieren von 1 Million Tieren bis zu lediglich rund 360.000 Exemplaren


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